Lecker Essen

Als Studenten können wir es uns bekanntlich nicht leisten, jeden Tag ins Restaurant zu gehen. Auch nicht in Russland. Trotzdem wollen wir nicht mehrmals täglich selbst kochen, zumal in der Wohnheimsküche.

Deshalb kommt uns die Mensa manchmal gerade recht. Zum einen gibt es eine Mensa in unserer Universität, wo man schon für einen Euro ein ganzes Mittagessen bekommen kann, doch da das Plastikgeschirr dort ethisch nicht für jeden von uns vertretbar ist, haben wir uns nach Alternativen umgesehen und wurden schnell fündig.

mensa

In Irkutsk gibt es eine Vielzahl öffentlicher Mensen, bei denen man günstig und trotzdem recht gut essen kann. Eine davon ist nur ein paar Gehminuten entfernt vom Campus. Essen kann man dort alles von Salat, über Suppe, Fleisch und Gemüse bis hin zu gefüllten Teigtaschen und Kuchen – ausgegeben an einer Mensatheke. Zahlen muss man für so ein Essen (z.B. Salat, Suppe und Gebäck) um die 2-3 Euro.

Es gibt auch Mensen, die mehr wie kleine Restaurants wirken – ohne typische Ausgabetheke, pflegeleichten Fliesenboden und so weiter – doch auch hier stellt man sich sein Essen aus vielen kleinen Einzelgerichten zusammen, bekommt es auf einem Tablett zur Selbstabholung hingestellt und die Preise sind ähnlich niedrig.Ein Beispiel dafür ist die „Poznaja38“, die sich direkt neben unserem Wohnheim befindet.

In der öffentlichen Mensa kommen Leute jedes Alters und Geschlechts zusammen, was eine angenehme Atmosphäre schafft. Und wen der gelegentliche Anblick eines kleinen Krabbeltieres nicht schockt, der sollte es auf jeden Fall einmal ausprobieren. (Und nein, es laufen nicht überall Schaben herum, denn die Mensen werden sauber gehalten. In unseren Reihen ist nur ein Fall bekannt geworden, in dem so ein Tierchen gesichtet wurde.)

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Annemarie Pappe studiert seit Herbst 2013 IRS in Potsdam. Das Wintersemester 2016/2017 verbringt sie mit sieben anderen PotsdamerInnen an der Staatlichen Baikal-Universität in Irkutsk. Sie geht ab und an in die Mensa und ist dort am allerliebsten Borschtsch, die klassische ukrainisch-russisch-sowjetische Rote-Beete-Suppe. Irgendwann hat sie sogar festgestellt, dass man ihn auch ohne Fleisch bestellen kann.

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