So ist Sibirien

3 typische Antworten auf Sibirien-Reisepläne-Erzählungen

  • Waaaaaas?!?!?!
  • Ist es da nicht voll kalt?!
  • Was willst du denn da?

 

3 Dinge, die ganz anders laufen in Irkutsk

  • das benutzte Toilettenpapier kommt in den Mülleimer, statt in die Schüssel, damit die Rohre nicht verstopfen
  • man steigt hinten in den Bus ein und bezahlt beim Rausgehen vorne beim Busfahrer
  • Männer tragen Handtaschen

 

3 Dinge, die ich von meiner Auslandszeit in Spanien kenne

  • Kakerlaken und Straßenhunde
  • wenig Leute, die Englisch sprechen
  • rasante Autofahrer


3 Dinge, die so sind, wie in Deutschland

  • es dauert ewig, bis man die richtige Duschtemperatur eingestellt hat
  • Stechmücken
  • man kauft im Supermarkt doch immer mehr, als man eigentlich wollte


3 Dinge, an die ich mich gewöhnen musste

  • es gibt immer mindestens ein Gericht auf der Speisekarte im Restaurant nicht
  • man kann mit den Studenten, die im Wohnheim leben, maximal bis 22.30 Uhr feiern
  • als Frau: Kopftuch in der orthodoxen Kirche aufsetzen


3 Dinge, die toll waren

  • Wanderungen durch die Taiga und am Baikalsee entlang
  • Schwitzen in der Banja
  • Erstsemesterfeier an der Staatlichen Baikaluniversität in Irkutsk


3 Geheimtipps

  • „The Library – Intelligent Bar“ zum Feiern: leckere Cocktails und hat bis 6 Uhr auf (da kommen dann auch die Wohnheimstudenten wieder in ihre Zimmer)
  • Govinda: vegetarisches indisches Restaurant neben dem Baikalrobbenmuseum
  • Park der Pariser Kommune: Sowjetcharme und sanfte Hügel mit Birkenwald


3 Dinge, die ich beim nächsten Besuch machen will

  • auf einem einsamen Campingplatz zelten
  • Baikalrobben sehen
  • im Baikalsee baden


Der schönste Moment

Nach einer Runde Schiffschaukeln auf einem verlassenen Spielplatz saßen wir auf einer Bank an der Straße, tranken Waldmeisterlimonade und schauten zu, wie der Fahrer eines Trolleybusses (= Oberleitungsbus) die Stromabnehmer umsetzte, um die Spur zu wechseln. In dem Moment ist mir bewusst geworden, worum es mir beim Reisen geht: zu sehen, wie das Leben und der Alltag woanders ist. Nicht nur Sehenswürdigkeiten abklappern, sondern einfach dasitzen und das Leben beobachten, wenn es vorbeifließt.

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Helena Häußler hat uns eine Woche lang in Irktutsk besucht. Wenn sie nicht gerade dahin reist, wo sich sonst kaum Touristen rumtreiben, studiert sie in Potsdam Bibliotheksmanagement.

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